Simultan-Übersetzer für Didier Burkhalter

7. März 2010

Unser Land hat offiziell vier Landessprachen. Jeder redet in seiner Sprache und wird idealerweise von allen anderen verstanden. Für Bundesräte gilt bei Auftritten offenbar eine andere Regelung. Bundesräte aus der Westschweiz werden häufig in Deutsch interviewt – nicht unbedingt zum Vorteil. Ganz besonders gilt dies für Bundesrat Didier Burkhalter. Seine Statements zum heutigen Abstimmungssonntag hätte er besser auf Französisch abgegeben. Auf Deutsch kann er sich zu wenig differenziert und präzise Ausdrücken.

Warum setzt das Schweizer Fernsehen nicht endlich einen Simultanübersetzer für ihn ein? Es wäre nur fair, wenn man ihm die Möglichkeit gibt sich in seiner Muttersprache zu artikulieren.


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Freiheit für alle Set-Top Boxen

7. Juli 2009

Nach über zwei Jahren Dauerärger habe ich den Rückschritt ins analoge TV-Zeitalter vollzogen und mein digital TV bei cablecom gekündet. Von Anfang an waren die von der cablecom angebotenen Set-Top Boxen mangelhaft, ein Stück unausgereifte Technik. In den vergangenen zwei Jahren hat sich dies aber keineswegs gebessert. Auf Empfehlung eines cablecom-Verkäufers bestellte ich vergangene Woche den HD mediabox recorder, der „viel besser“ sein sollte als meine alte zweijährige Box.

Doch welche ein Schock: Langsam, schwerfällig und die Bedienungssoftware noch schlechter, als bei meiner alten Box. Also schnell (relativ!) bei der Kunden-Hotline angerufen, um meine alte Box wieder aktivieren zu lassen. Das sei vom System her nicht möglich, ich würde aber eine neue Box zugeschickt bekommen. Das wären dann drei Set-Top Boxen von der cablecom, die ich gleichzeitig im Wohnzimmer stehen hätte! Eine andere Möglichkeit wäre, mit meiner alten Box quer durch die Stadt zu fahren und sie dort bei einem Supportcenter wieder frei schalten zu lassen. Das ist echt Technik die begeistert. Dass ich auf diese Möglichkeit verzichtet habe, konnte der cablecom-Techniker am Telefon nicht verstehen. Nach zwei Jahren Beta-Testen ohne Aussicht auf Besserung, habe ich meinen Vertrag gekündet.

Ich hoffe, dass es die Schweizer Politik endlich auf die Reihe kriegt und es der cablecom verbietet, das digitale TV-Signal proprietär zu verschlüsseln. Der Markt muss endlich für andere Hersteller geöffnet werden. Was es auch nicht braucht, ist ein eigener Schweizer Digital-Standard, wie er von verschiedenen Seiten gefordert wird. Das wäre nur ein erneutes Hindernis, welches die Schweiz zu einer digitalen Insel machen würde.


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Wetten, dass er mir leid tut?

14. Juni 2009

Jedesmal, wenn der ZDF-Unterhaltungsdinosaurier “Wetten dass…?” über den Bildschirm flimmert, denke ich an den armen Spiegel-Redaktor, der sich (gefesselt an seinen Sessel) die Sendung ansehen muss, um am nächsten Tag drüber zu schreiben.

BHs, B-Stars, Ballermann – spiegel.de

Danke, so weiss ich was bei Gottschalk los war, ohne dass ich selber sehen musste. Danke.


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Switzerland – Zero Points

12. Mai 2009

Vom Trauma des Eurovision Song Contest hat sich die Schweiz nie mehr so richtig erholt. Glaubt man Google, stehen die Chancen gut, dass sich das Drama auch diese Woche wiederholt.

Die Eurovision-Prognose 2009 von Google sieht die Schweizer Band Lovebugs aktuell auf Platz 23…


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DJ Bobo im Unterschichtenfernsehen

5. April 2009

Seit dem desaströsen Abschneiden beim Eurovision Song Contest im Jahre 2007 scheint beim ehemaligen Aargauer Zuckerbäcker Sand im Karriere-Getriebe zu stecken. Nun wagt DJ Bobo einen neuen Anlauf und absolviert auf ProSieben eine eigene Castingshow, zusammen mit Verona Pooth und Elton.
Meint DJ Bobo wirklich, damit seiner Karriere etwas Gutes zu tun, oder ist eine pure Verzweiflungstat, um nicht völlig in der Versenkung zu verschwinden? Den PR-Talk von ProSieben beherrscht er auf jeden Fall schon perfekt. DJ Bobo auf blick.ch:

„Ich freue mich schon wahnsinnig und bin gespannt, was wir bei den Castings zu sehen bekommen. Künstler, Jongleure, Akrobaten, Tänzer, Sänger – kein Talent ist ausgeschlossen. Jeder, der etwas drauf hat, sei es auch noch so verrückt und abgedreht, ist herzlich willkommen.“

Wenigstens hat sich DJ Bobo für seine Show mit erprobten Selbst-Darstellern des deutschen Unterschichtenfernsehens zusammengetan. Erfolg ist eben relativ…


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Super Lobby-Arbeit von der cablecom

21. Mai 2008

Wie bereits hier berichtet, steigt der Druck auf die cablecom, ihr selber geschaffenes Monopol auf den Set-Top-Boxen fürs digitale Fernsehen endlich aufzugeben.

Doch die zuständige Nationalratskommission hat der ganzen Sache einen gehörigen Dämpfer verpasst und will das Monopol der cablecom schützen. Zu diesem Meisterstück an Lobby-Arbeit gehört offenbar auch dazu, dass Politiker ganz hemmungslos Lügen und technische Unwahrheiten verbreiten, in der Hoffung, der technisch nicht versierte Wähler würde es nicht merken. Tarzisius Caviezel, Mitglied der Kommission wird in der NZZ wie folgt zitiert:

Zudem sei der Schweizer Markt zu klein, dass allein für ihn spezielle Boxen hergestellt würden. Die Motion würde sich preistreibend und innovationsfeindlich auswirken.

Es geht gar nicht um spezielle Boxen. Die cablecom soll sich endlich an den internationalen Standard für Digital-TV (DVB-C) halten, passende Boxen sind bereits auf dem Markt. Je mehr Länder und Anbieter diesen Standard einsetzen, desto zügiger wird dieser auch weiterentwickelt und desto mehr Innovationen werden wir im Bereich Digital-TV auch sehen.

Noch dreister lügen durfte in der NZZ Mitte Mai nur noch Fulvio Caccia, Präsident des Schweizerischen Verbands der Telekommunikation (asut). Er wagt doch glatt zu behaupten:

Wie im Internet muss auch im Kabelnetz jedes Fernsehgerät, das aktiv kommunizieren will, eine eigene Adresse ausweisen. Nur so können beispielsweise Videos oder andere spezifische Kundenwünsche an die richtige Adresse geliefert werden. Diese Adressierung setzt jedoch zwingend eine Verschlüsselung voraus – oder anders gesagt, ohne Verschlüsselung ist im Kabelnetz kein interaktives Fernsehen möglich.

Diese Aussagen sind schlicht falsch. Ebenfalls ein Rätsel ist mir, wie die NZZ ungestraft soviel Blödsinn durchgehen lässt. Oder ist das Verbreiten von technischen Falschinformationen durch Meinungsfreiheit geschützt? Aber eben, Hut ab vor so viel Lobby-Arbeit..


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