24. Januar 2010
Das Bankengeheimnis ist praktisch ausgehebelt, die Grossbank UBS vom Untergang bedroht und die lybischen Geiseln sind immer noch nicht zuhause… die Schweiz erlebt eine grosse Krise. Da will doch die steuerfreie Abzocker-Bande von Sepp Blatter die Schwäche der Schweiz ausnutzen und sich in Zürich mit einem neuen Fussballstadion verewigen.
„Fifa-Stadion“ soll die neue Arena heissen und vom Fussballverband mitfinanziert werden. Für die Stadt ist das ein bisschen wie Entwicklungshilfe, hat man es doch selber bis heute nicht geschafft, ein neues Stadion zu bauen. Eigentlich hätte das neue Stadion schon zur EURO 2008 fertig sein sollen, aber Einsprachen haben das Projekt bis heute verzögert…

Da kommt Sepp Blatter mit seinem Projekt gerade recht. Dunkle Mächte innerhalb der Fifa planen angeblich den Wegzug.
„Dass die Schweiz sowohl die Fifa wie auch die Uefa beheimatet, passt vielen internationalen Fussballfunktionären anderer Länder nicht. Sie wollen die gegenwärtige politische Schwäche der Schweiz ausnutzen, die in den letzten Monaten viele Staaten verärgert hat – und lobbyieren hinter den Kulissen gegen sie.“ (Quelle tagi.ch)
Mit einem Stadion will man sich über die Regentschaft von Blatter hinaus an die Stadt binden und Blatter sich selber ein Denkmal setzen.
Die Fifa bezahlt als angeblich „gemeinnützige“ Organisation in Zürich keine Steuern, und droht mit einem Wegzug, falls sich das ändern solle. Ich weine der Fifa heute schon keine Träne nach und was das Stadionprojekt angeht, kann ich der Stadt nur raten „Finger weg“. Das Geschäftsmodell der Fifa war es schon immer, die Anderen bezahlen zu lassen und den ganzen Gewinn steuerfrei selber einzustreichen.
Politik, Schweiz, Sport
29. Mai 2009
Nach zehn erfolgreichen Jahren verlässt Trainer Christian Gross den FC Basel. Ich wünsche mir, dass Mannschaft und Publikum ihm heute abend an seiner langjährigen Wirkungsstätte eine würdigen Abgang ermöglichen…

Sport
21. Mai 2009
Wie immer, wenn es in Schweizer Stadion um alles oder nichts geht, sind Pyro-Fackeln in den Fankurven in grosser Anzahl dabei. So auch gestern abend beim Cup-Final YB gegen FC Sion.

Quelle: blick.ch
Nach jeder Pyro-Runde mit jeweils 10 Fackeln und mehr, ermahnte der Berner Stadionsprecher die Fans, doch bitte damit aufzuhören, sie würden nur ihrem Verein und ihrem Image als Fans schaden.
Genützt hat dies natürlich gar nichts. Konsequenzen für die Fans hat es auch keine gehabt. Also blieb es jedes Mal bei diesem naiven Ritual, bis das Spiel zu Ende war. Solange Fussballverband, Vereine, Stadionbetreiben und Politik nicht entschlossener auftreten und durchgreifen, wie es in anderen Ländern zum Teil üblich ist, wird sich an der gefährlichen Praxis der Fans auch nichts ändern und das “Wir müssen etwas tun”-Gerede der Politiker wird von Mal zu Mal unglaubwürdiger.
Politik, Sport
6. Mai 2008
Die Sicherheit in den Fussballstadien muss besser gewährleistet werden, Massnahmen aller Art werden gefordert. Wer wie ich schon mal die Ankunft der FCZ-Fans mit dem Sonderzug beim Bahnhof St. Jakob miterlebt hat, sollte sich aber auch fragen: Wieso lässt man Personen, die sich so aufführen, überhaupt ins Stadion hinein?
Da werden Kracher geworfen, Bierflaschen und –dosen fliegen auf Polizisten und Passanten und vom Perron wird herunter gepinkelt. Lautstark und deutlich alkoholisiert wird der Mob dann vom Perron zum Eingang des Gästesektors begleitet, über 100 Polizisten sind dafür notwenig.
Wenn ich als Gruppe an einen anderen Grossanlasse gehe und mich vor dem Eingang so aufführe, beispielsweise ein Open-Air Konzert oder ein Tennis-Turnier, würde man mich und meine Kollegen doch nie im Leben hineinlassen. Noch besser ist es am Flughafen: Wer randaliert und pöbelt, der fliegt. Nur nicht mit dem Flugzeug.
Also warum lässt man eine Gruppe von Personen, die sich gewaltbereit präsentieren und sich vor dem Stadioneingang gewalttätig verhalten, überhaupt ins Stadion hinein? So blöd ist man glaub ich nur beim Fussball.
Basel, Sport
22. April 2008
In der letzten Woche habe ich mehrere Postings zum Thema EURO 2008 bei uns in der Schweiz veröffentlicht. Höchste Zeit also, mal in die Zukunft zu blicken, nämlich zur EURO 2012 in der Ukraine und Polen. Während wir in Basel über Public Viewing-Zonen und Strassensperrungen stöhnen, steht für die Ukraine der ganze Anlass auf dem Spiel:
“Wir könnten das Austragungsrecht verlieren, wenn die obersten Vertreter unseres Landes weiter die Gesetze sowie die Anweisungen des Präsidenten und der Regierung torpedieren.”
Dies sagt Grigori Surkis, Präsident des ukrainischen Fußball-Verbandes.
Man müsse den Fakt akzeptieren, dass derzeit keiner der Flughäfen des Landes den strengen Anforderungen der UEFA genüge. Dasselbe gelte für Straßen, öffentliche Transportmittel und Hotels.
Das wirft wieder mal die Frage auf, warum Grossanlässe dieser Art immer in Länder vergeben werden, wo erst die ganze Infrastruktur aus dem Boden gestampft werden muss. Die offiziellen Sprüche wie „davon profitiert das ganze Land“ glaub ich spätestens seit „unserer EURO 2008“ nicht mehr. Zudem ist es ökologischer Schwachsinn.
Zitate von: sport.ard.de
EURO08, Sport, Wirtschaft
17. März 2008
Gross ist bei Swiss Olympic das Gejammere und Entsetzen angesichts der Nachrichten aus Tibet, die uns in den letzen Tagen erreicht haben.
Tagesanzeiger vom 15.03.2008:
Für ihn persönlich sei «der Rubikon überschritten», sagte der frühere Basler FDP-Regierungsrat und fügte hinzu: «Ich bringe es nicht fertig, zu sagen, wir gehen jetzt dort hin, um Sport zu treiben.» Schild sprach sich aber gegen einen Boykott der Spiele in Peking aus.
Das IOC spricht sich bis jetzt ebenfalls gegen einen Boykott aus, da man so nur die Athleten bestrafen würden, wie es offiziell heisst. Klar wird das IOC seine eigenen Veranstaltung nicht selber boykottieren, oder gar zugeben, dass es ein Fehler war, einem diktatorisch regierten Land die Spiele zu geben. Beim IOC hat man sich zu blauäugig gezeigt, wie der Tagesanzeiger schreibt:
Bei der Vergabe hatten Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die Hoffnung geäussert, dass sich China dank der Spiele weiter öffnen und sich die Lage der Menschenrechte in der Volksrepublik verbessern werde.
Aber geschäftliche Interessen gehen halt immer vor, viele internationale Konzerne werden die olympischen Spiele für ihren Markteintritt in China als Sprungbrett nutzen wollen und schliesslich kaufen wir alle doch fast täglich Produkte, die ganz oder teilweise „Made in China“ sind.
Irgendwie kommt mir wieder mal der Spruch von US-Late Night Talker Jay Leno in den Sinn. Anlässlich des USA-Besuches von Staatspräsident Jiang Zemin im Jahre 2002, zeigte er in seiner Show eine Parodie des „Obsession“-Spots von Calvin Klein:
Oppression – by Jiang Zemin
Politik, Sport