14. Januar 2010
Es hätte so ein ruhiger Arbeitstag werden können – doch leider kam alles anders. Heute vormittag war es vorbei mit meinem Internetzugang – mein D-Link Router DIR-855 hatte den Geist aufgegeben. Genauer gesagt funktionierte die automatische Zuweisung von IP-Adressen (DHCP) nicht mehr.
Der Techniker an der D-Link Hotline war sehr unfreundlich und riet mir, das Gerät auf statische IP-Adressen zu konfigurieren, dann könne ich ja wieder ins Internet. Eine Fehlfunktion beim DHCP sei noch kein Garantiefall. Der Router ist gerade mal fünf Monate alt und seitdem bei mir in Betrieb und hat neu 200 Franken gekostet.

Nachdem der erste Frust sich verzogen hatte, habe ich einen neuen Router bestellt – natürlich nicht mehr von D-Link. Geräte von D-Link kommen mir nicht mehr ins Haus. Der Vorgänger von meinem jetzigen Gerät war mit ähnlichen Problemen nach etwas über einem Jahr kaputt gegangen.
Nun warte ich als auf den neuen Router. Den D-Link habe ich mir unterdessen mal von innen angesehen und stelle in bester Internet-Tradition die Bilder hier online…


An die D-Link Hotline: Ist das Gerät jetzt kaputt genug?
In eigener Sache, Internet, Marketing
18. August 2009
Wochenlang rätselte die Schweiz: Wer ist Ali Kebap? Was schon länger vermutet wurde, ist nun offiziell bestätigt. Hinter Ali steht die Allgemeine Plakatgesellschaft APG, die mit dem sympathischen Döner-Verkäufer Werbung in eigener Sache machte.

Quelle: APG
Wenn ich mir das Motiv so anschaue, würde es allerdings auch gut zu einer SVP-Kampagne gegen Überfremdung und Einwanderung passen…
Marketing, Wirtschaft
6. August 2009
Seit rund einer Woche lächelt dieser freundliche Mann von den Plakatwänden vieler Schweizer Städte und preist seine Speisen an, die zum aktuellen Trend hin zur gesunden Ernährung nicht so recht passen wollen.
Aber die ganze Schweiz fragt: Wer ist Ali Kebap? Auf dem Plakat gibt es keine Adresse, keinen Hinweis auf eine Webseite oder eine telefonische Bestellmöglichkeit.

Rätselhaftes Werbeplakat in Basel. Bild: K. Füllhaas
Auch der Schweizer Tagesanzeiger hat sich der Sache schon angenommen, kann aber auch keine wirklichen Antworten liefern. Clevere virale Werbekampagne? Eine Botschaft vom Bundesamt für Gesundheit? Der Tagi schreibt:
Werbelegende Hermann Strittmatter von der Agentur GGK glaubt nicht an eine Kampagne für eine neue Kebap-Kette oder Ähnliches. Dafür sei die ganze Aufmachung zu unappetitlich. Auch eine Präventionskampagne vom Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG) kommt für den Werbefachmann nicht in Frage, weil sie dafür zu einseitig sei. Strittmatter tippt auf eine wesentlich profanere Lösung des Rätsels: «Dahinter steckt wahrscheinlich eine Eigenwerbung der Plakatgesellschaft.» Ein Grund dafür könnte sein, dass die APG-Plakatstellen in den Sommerwochen schlechter belegt sind. (Quelle)
Ali nur ein Lückenbüsser? – Das kann ja nicht sein, aber Lust auf nen Kebap krieg ich schon…
Marketing, Wirtschaft
12. August 2008
In Schweden sitzen die IKEA-Schrauben locker: Die zuständigen Behörden lockerten die Namensrichtlinien, wie der Tagesanzeiger heute berichtet. Zuvor war es in dem skandinavischen Land verboten, Kinder nach Markenprodukten, Musikbands oder Fast-Food-Restaurants zu benennen.
Wer also sein Kind mit dem Namen einer Marke oder eines Unternehmens „beglücken“ will, sollte aufpassen, seinem Sprössling nur Namen zu geben, die mit einem guten Image und einer guten Reputation verbunden sind.
Exxon Mobil, Halliburton oder UBS dürften demnach out sein. Wenn ein Kind „Google“ heisst, bekommt die Frage „Heute schon gegoogelt?“ eine ganz neue Bedeutung.
Gesellschaft, Marketing
21. Dezember 2007
Weihnachten heisst nochmals Kind sein dürfen. So habe ich jahrelang verzaubert den Christmas-Trucks von Coca-Cola im Werbefernsehen zugesehen. Heute Freitag machen die Trucks endlich mal wieder Stopp in der Nähe von Basel, genauer in Dornach.

Weihnachtszauber kommt keiner auf. Lieblos steht ein Truck am Strassenrand, daneben eine kleine Bühne, wo Kinder dem Weihnachtsmann Sprüche aufsagen können. Die mächtige Zugmaschine hat 18 Gänge, 6 Zylinder, 470 PS und 12 Liter Hubraum. Wer da nach CO2-Ausstoss fragt, braucht mehr als nur `ne Cola…
Von wegen Cola. Gratis gibt es auch das nicht. 1 Franken für die halblitrige Petflasche, immerhin noch billiger als beim Coop gegenüber.
Schade, dass das alles ist, was ein Konzern wie Coca-Cola sich an Imagepflege und Erlebnis der Produktewelt leisten will. Also schnell wieder zurück nach Basel und Nachtessen im Burgerking. Und was gibt es da gratis zu jedem King Size-Menü? Einen Coca-Cola Weihachtstruck.


Alle Bilder (c) by Karsten Füllhaas
“Wondeful Dream” ist ein Lied von Melanie Thornton, das mehrere Jahre für die Coca-Cola Weihnachtswerbung verwendet wurde.
Marketing
28. August 2007
Mittlerweile ist es fast zwei Jahre her, da machte Sony BMG negative Schlagzeilen mit einem DRM-System für Audio-CDs, das sich wie ein Rootkit auf PC-Systeme einnistet. Nun scheint die Hardware-Abteilung von Sony aus diesem Debakel nicht gelernt zu haben und liefert USB-Sticks aus, deren Software sich Rootkit-mässig in Systeme einhakt. Dies berichtet golem.de:
Sony bietet USB-Sticks unter der Marke MicroVault an. Die Modelle der Reihe USM-F werden für eine erhöhte Sicherheit mit einem Fingerabdrucksensor ausgeliefert. Ausgerechnet die Software zur Steuerung des Fingerabdrucksensors versteckt sich in einem verborgenen Verzeichnis unter C:\Windows\ und trägt somit die Merkmale eines Rootkits… Angreifer könnten dieses versteckte Verzeichnis dazu missbrauchen, um dort Schadcode zu deponieren und diesen vor dem Anwender zu verbergen. Dazu muss ein Angreifer lediglich den Namen des versteckten Verzeichnisses wissen. Je nach verwendetem Virenscanner können diese die versteckten Dateien nicht finden, so dass Schadsoftware lange Zeit unbemerkt auf einem fremden System agieren kann.
Die Marketing-Strategie von Sony funktioniert immer mehr nach dem Motto „von einem Fettnäpfchen ins nächste“. Vor Weihnachten 2005 lieferte Sony BMG Audio-CD’s mit einer äusserst aggressiven DRM-Software aus. Und zum Jahresende 2006 musste Sony eingestehen, dass der Blog www.alliwantforxmasisapsp.com („All I Want for Xmas is a PSP“) nur ein Fake-Blog der Marketing-Agentur war, um die neue Playstation zu promoten. Hohn und Spott waren Sony damit auf sicher. Aber offenbar hat man in der Konzernzentrale nichts gelernt und fährt munter das Image weiter fröhlich gegen die Wand. Japan ist ja das Land des Lächelns.
Übrigens: www.alliwantforxmasisapsp.com verlinkt auf eine Seite von Häagen-Dazs. Gutes Beispiel, wie man von der Blamage eines anderen profitieren kann. Das ist gutes Marketing, oder?
Marketing, Medien, Wirtschaft