Angesichts der tiefen Wirtschaftskrise wäre Bundesrätin Doris Leuthard bereit, freiwillig auf zehn Prozent ihres Lohnes zu Gunsten von Arbeitlosen zu verzichten. Dies sagte die Volkswirtschaftsministerin in einem Zeitungsinterview.
Angesprochen auf die Salärreduktion beim Kader des Industriekonzerns Georg Fischer sagte Leuthard, dass sich jede Firma in einer solchen Situation überlegen sollte, wo überall noch Einsparungen möglich sind. (Quelle BaZ)
Mit ihrem Gehalt von 400′000 Franken könnte sie sich das ja auch locker leisten. Aber wie würde das Geld den Arbeitslosen zu Gute kommen? Und was ist, wenn sich dieses Lohndumping nicht auf Kaderlöhne beschränkt?
Ein Lohnverzicht zu Gunsten der Arbeitslosen, ein „RAV-Soli“ für alle Arbeitnehmer sozusagen wäre doch denkbar. Wer bis jetzt mit seinem Lohn gerade so über die Runden gekommen ist, wird sich sicher freuen. Aber besser zu wenig verdienen, als die Stelle zu verlieren. Aus Solidarität zum Working Poor werden. Und die Unternehmen sparen und profitieren.
Die Frage ist nicht mehr, ob das System der Schweizer Krankenkassen Bestand hat oder nicht. Der Kollaps kommt, die Frage ist nur noch: wann? Und wen wird es am härtesten treffen? Diese Frage kann man heute schon beantworten: die sozial Schwachen.
Und keiner weiss, was man tun soll: Kasse wechseln wird immer wieder propagiert, nun heisst es, die Billigkassen würden bald extrem teuer:
“Es gibt nur eine Lösung: Die Billigkassen müssen massiv teurer werden, die Versicherten verscheuchen. Sie müssen von der billigen zur teuren Kasse werden.”
Dies sagt Pierre-Yves Maillard, Waadtländer Gesundheitsdirektor und Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz auf tagi.ch.
Doch die Schweizer Gesundheitspolitik ist weiterhin geprägt von Führungslosigkeit und dem Pflegen der eigenen Futtertröge.
Heute wird der amerikanische Automobilhersteller Chrysler Insolvenz anmelden. Auf der Schweizer Webseite von Chrysler lässt man nochmal die Muskeln spielen…
Die Schweinegrippe stammt nicht vom Schwein allein. Deshalb werden Bezeichnungen wie “Mexikanische Grippe” oder “Nordamerikanische Grippe” herumgereicht. Auch Vertreter der israelischen Regierung machen sich für eine Bezeichnung ohne den Namen des so genannt “unreinen” Tieres stark. Das dürfte den Schweinen allerdings ziemlich egal sein.
Die Bürokratie der EU kündigte heute in Brüssel an, fortan nur noch die Bezeichnung “novel flu” (Neue oder Neuartige Grippe) zu verwenden. Damit will Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou negative Auswirkungen auf europäische Schweineproduzenten verhindern.
Das wiederum dürfte auch für die Schweine von Interesse sein.
Papst Benedikt hat von professioneller Kommunikation wirklich keine Ahnung, wie es dieser Artikel auf Spiegel Online mit spitzen Formulierungen auf den Punkt bringt: Weiterlesen auf fuellhaas.com…
Am Montag abend gab Alfred Mettler, Finanzprofessor der Georgia State University, ein Interview im Wirtschaftsmagazin ECO im Schweizer Fernsehen. Er nahm Stellung zur aktuellen Diskussion um die UBS und das Schweizer Bankgeheimnis. Er kritisierte die Schweizer Politik als zu wenig proaktiv und forderte unter anderem die Einsetzung einer Task Force, welche die Zukunft des Bankgeheimnisses ausloten sollte.
Und keine 48 Stunden später kündet Bundesrat Hans-Rudolf Merz die Einsetzung einer eben solchen Task Force an und zwar gleich unter seinem Vorsitz. Hat sich die sonst eher planlos agierende Schweizer Regierung von der Fernsehsendung inspirieren lassen? Dumm nur, dass unter der Führung von Merz keine konstruktiven Ideen zu erwarten sind, weil er selber Teil des Problems ist.