19. August 2008
Wer jetzt vom Auto aufs Tram umgestiegen ist, um den teuren Benzinkosten zu entgehen, kommt bald vom Regen in die Traufe. Wegen den steigenden Energiekosten soll Tramfahren teurer werden – Überlegungen sind gemäss bazonline.ch bereits in der Nordwestschweiz im Gange.
Wenn einem der öffentliche Verkehr auch zu teuer wird, bleibt bald nur noch Velofahren oder zu Fuss gehen übrig. Bis auch in der Veloindustrie und im Schuhhandel die Preise steigen. Vielleicht können wir ja günstig gebrauchte Velos aus China übernehmen, die jetzt dort unbenutzt in den Garagen stehen…
Energie, Schweiz, Verkehr
18. März 2008
Bekommt die Schweiz bald ihre erste Schneehalle? Dann könnten wir das ganze Jahr dem Wintersport frönen, mögliche Standorte sind Egerkingen oder Rheinfelden, berichtet der Tagesanzeiger. Egerkingen wäre sicher vorteilhafter, kommt man doch aus allen grossen Agglomerationen schnell per Auto dort hin. Und Planzer übernimmt den Transport der Skiausrüstung…

Es ist ein Teufelskreis: Wegen der Klimaerwärmung schneit es in den Bergen weniger, also baut man Schneehallen, welche als überdimensionale Kühlschränke in der Landschaft gewaltige Mengen Energie verschlingen und noch mehr Verkehr verursachen. Heute ist aber sparsamer und sinnvoller Umgang mit den Ressourcen gefragt. Ein solches Projekt steht da sehr schief in der Landschaft. Irgendwem bei der IG Schnee hat es gewaltig ins Hirn geschneit…
Bildquelle: pixelio.de
Energie, Umwelt
1. Februar 2008
Heute hat der Basler Regierungsrat seine Pläne für die Zukunft des regionalen Stromversorgers IWB in einer Medienmitteilung bekannt gegeben:
Der Regierungsrat schlägt daher vor, die IWB als öffentlich-rechtliche Anstalt zu verselbstständigen und ihnen damit den nötigen Handlungsspielraum im künftigen Strommarkt zu verschaffen.
Der nun auch schrittweise in der Schweiz liberalisierte Strommarkt wird wie in Deutschland auch zu ständig steigenden Preisen führen. Die IWB soll nun für diesen Abzockermarkt dementsprechend gerüstet werden. Da ich in Basel wohne, muss ich nur in den Spiegel schauen, um zu wissen, wer dafür bezahlen muss. Was den Umgang mit kunden betrifft, muss die IWB noch einiges lernen, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.
Basel, Energie, Politik
23. September 2007
Mit Parolen für Stromsparen und das Stilllegen von Kernkraftwerken kann man im Wahlkampf prima punkten. So lancierte die SP vergangene Woche ihre Anti-Atom-Kampagne. In der NZZ lese ich:
„Neben Entschlossenheit müsse die SP aber auch glaubwürdig aufzeigen, dass die Stromzukunft ohne die fünf Schweizer Atomkraftwerke möglich sei sagte Fehr.“
und
„Mit Entschlossenheit müsse die SP atomkritische Menschen zu Atomgegnern machen.“
Und zeitgleich verfolge auf einem Privatsender im Fernsehen einen Bericht der aktuellen IAA, der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt.
Ein Hersteller stellt Prototypen eines Elektromobiles vor, welches an der heimischen Steckdose aufgeladen werden soll. Wie bitte? Und wie soll das funktionieren, wenn man uns die KKW’s abstellt? Nur mit erneuerbaren Energien allein wird man die Stromlücke und den steigenden Bedarf nicht stillen können. Ökologische Antriebe für den Privatverkehr bringen halt auch eine Erhöhung der Strombedarfs mit sich. Gleichzeitig wollen uns Andere die 2000-Watt Gesellschaft schmackhaft machen.
Entwickler von neuen Antrieben und Energiepolitiker sollen mal miteinander reden. Das haben sie nämlich lange nicht, scheint mir.
Energie, Politik, Wirtschaft