8. Februar 2010
Heute vormittag platze in Basel die Bombe: Die einzige Tageszeitung der Stadt wird verkauft. Die langjährige Eigentümerfamilie Hagemann gibt auf. Dies führt zu ganz unterschiedlichen Reaktionen. Schweizer Medienexperten sehen den Schritt durchaus positiv:
Der Verkauf der Basler Zeitung Medien (BZM) an zwei Privatinvestoren stimmt Medienexperten positiv. Das sei ein gutes Zeichen für die Medienvielfalt. Die langfristigen Absichten des Financiers Tito Tettamanti blieben jedoch im Dunkeln. (Quelle)
Leser, die sich auf der Webseite der Basler Zeitung äussern, sehen den Veränderungen weniger positiv entgegen. Ein paar Beispiele:
“Ich werde in Zukunft die Baz genau im Auge behalten und gegebenfalls das Abo kündigen. Wenn aus der BaZ ein “Weltwoche-Verschnitt” mit Köppel als Chefredaktor wir, habe ich keinen Bedarf mehr für die BaZ.”
“Richtig, wir kennen den Stil und die Ausrichtung der künftigen Zeitung noch nicht. Die Ausrichtung und den Stil von Tettamanti, Köppel und der Weltwoche sind hingegen bekannt. Deshalb sind Skepsis und Befürchtungen mehr als nur berechtigt!”
“Neuer Besitzer Tettamanti, wie langewohl? Die BaZ wird zum Spekulationsobjekt. Ich schau mal eine Weile zu… Mein Abo ist nicht in Stein gemeisselt.”
Medienvielfalt bleibt für den Grossraum Basel auch mit dem Verkauf ein Fremdwort. Wenn die Stärke der Printmedien in Zukunft im Regionalteil liegen soll, hat die Basler Zeitung mit dem Wechsel die Chance für einen qualitativen Sprung nach vorne. Im Online-Bereich wird es wohl beim Newsnetz-Einheitsbrei bleiben…
Basel, Medien
10. November 2009
Hallo, es ist Schweinegrippe und keiner geht hin… die Schweizer Behörden schaffen rund um die Impfung gegen Schweinegrippe hauptsächlich Verwirrung. Prüfung der Impfstoffe und deren Verteilung sind das eine, aber es hapert nach gut eidgenössischer Tradition auch an der Kommunikation.
In meinem Wohnkanton Basel-Stadt wird wie folgt informiert: Via kostenpflichtige Print-Ausgabe der Regionalzeitung und via Internet. Stand der Informationen dort: Stand 24. Juli 2009.


Mit dieser Strategie lassen sich sehr effizient alle Zielgruppen erreichen…
Basel, Politik, Schweinegrippe
4. Oktober 2009
Endlich konnte ich mir von der Schweizer Piratenpartei ein persönliches Bild machen. So ging ich am Samstag Nachmittag zur “Pirateninvasion” in die Basler Fussgängerzone. Dabei wurde ich natürlich prompt fotografiert und mein Bild wurde ohne mich zu fragen ins Web gestellt.. -:) So schnell kommt ein neuer Baustein für meine persönliche Online-Reputation dazu.

Bild: Martin Rohner / facebook.com
Aber easy, mich stört es nicht, am Info-Stand der Piratenpartei fotografiert zu werden. Ich fand die „Invasion“ eine super Idee und es war eine gute Gelegenheit, in einem direkten Gespräch ein paar Fragen zu klären.
Basel, In eigener Sache, Politik
18. August 2009
Seit heute gehören mehrere Schweizer Städte zum Kreis der Metropolen, welche virtuell via Google Streetview besucht werden können. So auch meine Heimatstadt Basel. In der Schweiz hat sich Google offenbar die Mühe gemacht, auch jede Quartierstrasse abzufahren. Jetzt kann also die ganze Welt sehen, wo ich wohne… ob es sie auch interessiert?

Google weiss, wo ich wohne…
Google Streetview ist zwar eine feine Sache, wenn es darum geht, andere Städte zu erkunden, aber wenn denn das eigene Haus oder das eigene Auto auf Google zu sehen sind, ist es schon ein anderes Gefühl. Ich kann alle gut verstehen, welche Google’s Streetview als Eingriff in die Privatsphäre empfinden.
Basel, In eigener Sache, Internet
13. August 2009
Irgendwie fühlt man sich in Basel bedroht. Wie heute üblich, geht die aktuelle Bedrohung von der eigenen Bevölkerung und anderen Personen, die sich im öffentlichen Raum in der Innerstadt aufhalten, aus. Also höchste Zeit, Kameras zu installieren, wie bazonline.ch heute berichtet.

Quelle: stock.xchng
Bei den Kommentatoren auf der Webseite der Basler Zeitung stösst die neue Massnahme auf viel Zustimmung – nach dem Motto „Wer nichts zu verbergen hat, kann nichts dagegen haben“. Ich habe auch nichts zu verbergen, trotzdem bestehe ich auf mein Recht auf Privatsphäre, auch wenn ich mich im öffentlichen Raum bewege. Die Sicherheit wird mit diesen Kameras nicht erhöht, aber wir verlieren wieder ein Stücken Freiheit – das ist sicher.
Basel, Politik
27. Juli 2009
Viele Jahrzehnte tat das Stellwerk Nummer 17 auf dem Basler Areal der Deutschen Bahn seinen gewissenhaften Dienst. Nun wurde es abgerissen, seit dem Mai dieses Jahres war das Gebäude akut einsturzgefährdet.
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Alle Bilder: Copyright Karsten Füllhaas
Basel, Bilder